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02.05.2016, 20:51 Uhr | Übersicht | Drucken
Junge Union Lauterbach: „Kirschenallee-Trasse“ der Ortsumgehung Lauterbach-Blitzenrod (B 275) soll aus der Planung raus

Ortsumgehung Reuters muss höher eingestuft werden – Zustimmung zu Ortsumgehungen Wartenberg und Lauterbach – Brief an Bundesverkehrsministerium

Lukas Kaufmann (links) und Joshua Östreich von der Jungen Union erläutern den vorgesehenen Trassenverlauf der B 275 von Herbstein in Höhe der „Kirschenallee“ in Lauterbach
 
LAUTERBACH/WARTENBERG (   ) „Dass die Ortsumgehung zwischen Lauterbach-Maar und Wartenberg-Landenhausen in den vordringlichen Bedarf eingestuft wurde, ist zunächst ein erfreuliches Signal vom Bundesverkehrsministerium. Dennoch fordern wir zusätzlich, dass auch die Ortsumgehung von Reuters in den vordringlichen Bedarf eingestuft wird“, so der Stadtverbandsvorsitzende der Jungen Union, Joshua Östreich (Lauterbach-Wernges). In seiner jüngsten Vorstandssitzung hat der Stadtverband der Jungen Union Lauterbach eine Stellungnahme im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Bundesverkehrswegeplan 2030 verfasst und an das Berliner Verkehrsministerium gesandt. Stellungnahmen durften bis 2. Mai abgegeben werden. Die Bürger in Reuters dürften nicht ignoriert werden, schließlich werde nach Prognosen der Verkehr stark zunehmen und sei schon heute eine Belastung für die Anwohner. Nach jetzigem Beratungsstand ist die Ortsumfahrung Lauterbach/Wartenberg im „Vordringlichen Bedarf“ des Entwurfes des Bundesverkehrswegeplanes, der nach der Bürgeranhörung bis zum 2. Mai dann vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Hingegen sei die Ortsumfahrung der B 254 für Reuters nur im „Weiteren Bedarf“, so dass mit einem Planungsauftrag auf lange Sicht nicht zu rechnen sei. Die Stadt Lauterbach habe 2013 die Forderung für die gesamte Ortsumfahrung im Zuge der B 254 zusätzlich mit Reuters an das hessische Verkehrsministerium weitergeleitet.


In dem Schreiben der JU an das Bundesverkehrsministerium wird zudem aus ökologischen Gründen die Herausnahme der B-275-Ortsumgehung um Lauterbach-Blitzenrod aus der Planung gefordert. Es handele sich um ein besonders reizvolles Stück Landschaft, das nicht für eine Abkürzung geopfert werden solle. Schließlich sei vorgesehen, die Strecke in einem Korridor von der B 275 aus Herbstein kommend kurz vor der Ortseinfahrt nach Blitzenrod rechts beim Hutewald abbiegend entlang der Wohnbebauung Blitzenrod zwischen dem Schulgelände an der Wascherde und der „Kirschenallee“ hindurch am Baugebiet Kirchberg vorbei zum Neubaugebiet Kreuzwiesen bis zur geplanten Auffahrt zur B 254 (neu) an der Kläranlage zu führen. Dies, so der JU-Vorsitzender, gehe aus dem „Projektinformationssystem (PRINS)“ zum Entwurf des Bundesplanes hervor. „Uns haben die `alteingesessenen´ Lauterbacher gesagt, bei der Kirschenallee handele es sich um `Lauterbachs bestes Stück´“ hebt Joshua Östreich hervor.


„Die hier eingeplanten Kosten in Höhe von 14,4 Millionen Euro wären viel besser in die Ortsumgehungen Landenhausen bis Maar investiert, um die weit über 40 Jahre anhaltenden Planungen endlich zu vollenden“, so der Wartenberger Gemeindevertreter Lukas Kaufmann, der in der JU-Lauterbach mitarbeitet und dem Bezirksvorstand der Jungen Union Osthessen angehört. Beide stellen fest, dass die Umfahrungen Lauterbachs und Wartenbergs sowie die Fortsetzungen mit den gewünschten kurzen Umgehungen von Großenlüder-Müs und Lauterbach-Reuters sehr wichtig seien. Und bezogen auf Lauterbach/Wartenberg seien sich die gemeindlichen Gremien in beiden Orten sowohl bei der Linienbestimmung und kurz vor der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens in der Befürwortung einig gewesen. „Neue Sachverhalte gibt es nicht“, sagen die beiden Junge-Union-Vertreter.

 

Sie weisen zudem darauf hin, dass bei der Umfahrung Lauterbach/Wartenberg im Zuge der B 254 die Netzkonzeption vorsehe, die Strecke Fulda-Alsfeld im Endzustand ortsdurchfahrts- und kreuzungsfrei zu gestalten, während die B 275 – zumindest aktuell – auf dem Gebiet des Vogelsbergkreises ab Hartmannshain nicht einen Ort umfahre oder gar irgendwo kreuzungsfrei sei. Die Strecke der im Planungsfeststellungverfahren zur Erlangung des Baurechts befindlichen Umfahrung Lauterbach-Wartenberg liege weitgehend parallel zur Eisenbahnstrecke und kaum in der Nähe von Wohngebieten. Die „Kirschenallee-Trasse“ der B 275 hingegen führe fast ausschließlich entlang von Wohnbebauung. Eine andere Trassenführung sei wegen der FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU) unterhalb des Hainigs und eben der „Kirschenalle“, die unter diesen Schutz falle, kaum denkbar, so die Einschätzung der Jungen Union. Daher solle die „Kirschen-Alle-Trasse“ der B 275 komplett aus dem Verkehrswegeplan.



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